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Andere Nachrichten

 
CDU-Wahlhelfer steht unter Polizeischutz

Der aus Angola stammende Zeca Schall macht in Thüringen Wahlkampf für die CDU. Nach Drohungen der NPD schützt ihn nun die Polizei  Zeca Schall ist Integrationsbeauftragter der CDU-Thüringen. Auf Plakaten wirbt er neben Thüringens Ministerpräsident Althaus für CDU-Stimmen bei der Landtagswahl am 30. August. Nach Drohungen der rechtsextremen NPD steht der gebürtige Angolaner nun unter Polizeischutz. Dies teilte die Polizeidirektion Suhl mit.

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EU-Studie “belegt” Starke Diskriminierung von Migranten

Ist dieser Mann wirklich tatverdächtig - oder wurde er nur deshalb aufgehalten, weil er ein Schwarzer ist?EU: Diskriminierung von Minderheiten Migranten und Angehörige ethnischer Minderheiten werden stärker diskriminiert, als bislang angenommen. Dies geht aus einer Studie der EU-Agentur für Grundrechte (Fundamental Rights Agency, FRA) hervor. Vor allem Angehörige der Roma sowie Migranten aus Afrika sind von Diskriminierung in zahlreichen Lebensbereichen betroffen.Die in Wien ansässige EU-Agentur für Grundrechte stellte am 22. April 2009 erste Ergebnisse ihrer Studie EU-MIDIS (European Union Minorities and Discrimination Survey) vor. Demnach spiegeln die amtlichen Statistiken nur einen Bruchteil der tatsächlichen Fälle von Diskriminierung wider. Weiterlesen...

Wir gedenken Steve Bantu Biko

Steve Bantu BikoVon Professor, Allen Campbell - University of St. Francis, USA
Während der Vorbereitungen für meine Afrikareise hatte ich die Gelegenheit, nochmals die entsetzliche Geschichte des weißen Rassismus auf jenem Kontinent durchzusehen. Vom Sklavenhandel bis zur Apartheid hat Rassismus das letzte halbe Jahrtausend dominiert, einschließlich der Ausfuhr von mehr als 10 Millionen Sklaven. Die meisten europäischen Kolonialmächte haben sich an diesem abscheulichen Vermächtnis beteiligt. Die USA folgten den europäischen Spuren und gingen noch weiter, als alles, was der Rassismus der europäischen Kolonialmächte sich vorgestellt hatte.

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DONALD WOODS-- Ein Liberaler,fuer Afrika

Late Donald Woods with Mandela. Woods left, never stopped fighting apartheid  The South African newspaper editor and anti-apartheid activist, died at the age of 67.Von Professor, Allen Campbell - University of St. Francis USA
Donald Woods wurde 1933 in Elliotdale, Transkei, Südafrika, unweit von Nelson Mandelas Geburtsort geboren. Als Südafrikaner in fünfter Generation wuchs er wie die meisten Weißen seiner Generation als Befürworter der Apartheid auf. Wie die meisten weißen Südafrikaner begann sein Leben inmitten von Reichtum und Privilegierung und ohne jegliches Bewusstsein für ihren überall herrschenden Rassismus. 

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Gemischte Ehen, Diskriminierung und Vorurteile

Dieser Bericht ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die von EAC Research kürzlich in Hamburg erfasst wurden: Neu errichtete, grenzüberschreitende soziale Netzwerke zwischen Menschen sind Dank der internationalen Migration und des Tourismus’ eines der bemerkenswertesten Besonderheiten der Globalisierung.  Eine der Konsequenzen des vereinfachten Kontaktes zu anderen Ländern sowie die erhöhte internationale Kommunikation sind die vermehrt geschlossenen binationalen Ehen. Statistiken in Deutschland zeigen z.B., dass seit 1960 jede 25igste Ehe mit einem nicht- deutschen Partner geschlossen wurde. Im Jahre 1995 war jede siebte neu geschlossene Ehe binational (Beck- Gernsheim 1998:154). 2006 ist eine von fünf Ehen in Hamburg kulturübergreifend - EAC Research 2006.

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Afrikanisch-deutscher Holocaust

 

In the shadow of the Nazis Von Chris Ezeh - EACN Magazine Publisher

 

Dieser Film zeigt, dass die Besessenheit der Nazis von Rassenreinheit und Eugenetik 1918 ausgelöst wurde und sich nach der deutschen Niederlage im 1. Weltkrieg intensivierte. Mit der Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrages wurde Deutschland gezwungen, alle seine afrikanischen Kolonien ab zu erkennen und die Besetzung des Rheinlandes hinzunehmen. „Hitlers Vergessene Opfer“ betont, dass der absichtliche Einsatz afrikanischer Truppen aus den französischen Kolonien zur Kontrolle des Gebietes viele Deutsche erzürnte, die dies als endgültige Beleidigung ansahen. Deutsche beschwerten sich in den Rostrum Newspapers bitterlich darüber. Diese Beschwerden wurden später in Propagandafilmen widergespiegelt, in denen es um Beziehungen zwischen der französischen Kolonialarmee und deutschen Frauen ging.

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Lucy war gestern: 4,4 Millionen Jahre alte "Ardi" sorgt für Ablösung

Bisher hat "Lucy" als prominenteste Vertreterin unserer Ahnenreihe gegolten, nun dürfte ihr die 4,4 Millionen Jahre alte "Ardi" den Rang ablaufen. Eine Untersuchung von Ardis Skelett weist nach: Unsere Vorfahren waren den Affen gar nicht so ähnlich. Dieser Fund schreibt Geschichte: Ardipithecus ramidus ist mit 4,4 Millionen Jahren der früheste bekannte Hominide, von dem die wichtigsten Skelettteile erhalten sind - und ergänzt die Geschichte der Hominidenentwicklung um ein wichtiges Kapitel. Die Ergebnisse der über 17 Jahre laufenden Fossilanalyse durch ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Professor Tim White, Berkeley, USA, werden der Weltöffentlichkeit heute (02.10.2009) als Sonderausgabe des Fachmagazins Science mit elf Publikationen präsentiert werden.
Die Medien wurden heute vorab informiert in zwei Pressekonferenzen in den USA und in Afrika, wo Ardipithecus ramidus vor 17 Jahren in der äthiopischen Afar-Senke gefunden wurde. Ebenfalls an der Studie beteiligt war der LMU-Paläontologe Ioannis Giaourtsakis, ein Spezialist für prähistorische Großsäuger. Zusammen mit anderen Wissenschaftlern untersuchte er die zahlreichen Fossilfunde von Tieren, die wichtige Rückschlüsse auf die Umgebung des frühen Hominiden erlauben. Die Forscher konnten vor allem anhand der fossilen Zähne zeigen, dass sich Ardipithecus nicht im offenen Grasland aufhielt, sondern Lebensräume im bedeckten Wald bevorzugte. "Ardipithecus war in erster Linie ein geschickter Kletterer", berichtet Giaourtsakis. "Auf dem Boden konnte sich der Hominide aber auch auf zwei Beinen bewegen." Die Bewegung auf zwei Beinen prägte bereits die Anatomie der Hominiden, bevor diese das Grasland als Habitat eroberten, wie etwa bei der jüngeren Hominidenart Australopithecus

Ardis Skelett wurde aus mehr als 30 verschiedenen Individuen zusammengesetzt. Der Hauptanteil stammt von einem weiblichen Exemplar. Ardis Eckdaten: Sie war 1,20 Meter groß, 50 Kilogramm schwer und hatte ein Hirnvolumen von etwa einem drittel Liter - vergleichbar mit jenem des Zwergschimpansen. Das Bild oben zeigt, wie Ardi ausgesehen haben könnte. "The Last Common Ancestor" (LCA), der letzte gemeinsame Vorfahr von Mensch und Schimpanse, ist ein Wesen, das Biologen im Traum erscheint. Er würde zweifelsfrei zeigen, wie der Ursprung jenes Stammbaums beschaffen war, der die Linie zu uns und unseren nächsten Verwandten hervorgebracht hat. Und er würde wohl auch zeigen, was denn das Besondere an dieser Spezies namens Homo sapiens ist, die sich so sehr für ihre eigene Urgeschichte interessiert.

Doch bisher wurde der LCA nicht gefunden, er ist der große Unbekannte der Paläontologie. Oder vielleicht sollte man besser sagen: die große Unbekannte, denn die bedeutendsten Knochenfunde in dieser Ahnenreihe der Vormenschen stammen bisher von weiblichen Exemplaren. Da ist zum einen Lucy, sie wird der Art Australopithecus afarensis zugerechnet und gilt als direkter Vorfahre unserer Gattung Homo. Da ist zum anderen ein Skelett namens Ardi als Kurzform für Ardipithecus ramidus. Ardi ist 4,4 Millionen Jahre alt und wurde wie Lucy in der Afar-Region im Nordwesten Äthiopiens entdeckt. Sie lebte zwar 1,6 Millionen Jahre nach dem "Last Common Ancestor" - unter den annähernd kompletten Skeletten fossiler Vormenschen ist jenes von Ardi jedoch das älteste. Daher kann sie am besten Auskunft geben, wie der große Vorfahr LCA einst ausgesehen haben mag.

17 Jahre Analysen
Die Auskunft ließ lange auf sich warten. Mitte der 90er Jahre wurden Ardis Knochen entdeckt, die erste umfassende Analyse des Skeletts ist erst jetzt erschienen, 17 Jahre nach den ersten Funden. In der aktuellen Ausgabe des Fachblatts "Science" finden sich elf Studien von 47 Wissenschaftlern, die sich Ardis Körperbau, ihrer mutmaßlichen Bewegungsweise und nicht zuletzt auch ihren ökologischen Lebensbedingungen in Nordostafrika widmen.

Aus für das Schimpanmsenmodell

Am 17. Dezember 1992 entdeckte Gen Suwa, damals ein Student Tim Whites, einen Zahn, später einen Unterkiefer. Zunächst wurde der Fund einer neuen Art namens Australopithecus ramidus zugeordnet. Erst später wurde der aktuelle Name Ardipithecus ramidus eingeführt (nach den Wörtern für "Wurzel" und "Boden" in der Sprache der Afar, einem an der Fundstelle ansässigen Nomadenvolk).

Im November 1994 ging es dann Schlag auf Schlag. Es folgten Hüfte, Bein, Knöchel, Fuß-, Arm- und Handknochen, ein Kiefer mit Zähnen - sowie ein Schädel. Im Jänner 1995 war dann klar: Die 110 Einzelteile ergeben ein höchst seltenes und außergewöhnlich komplettes Skelett. White und seine Kollegen gruben in der gleichen Region insgesamt 150.000 Tier- und Pflanzenfossilien aus. Durch sie konnten Ardis Lebensbedingungen rekonstruiert werden. Sukkus dieses paläoanthropologischen Konvoluts ist die Einsicht, dass der Schimpanse als Modell für den LCA endgültig ausgedient hat. Des Schimpansen und Menschen letzter gemeinsamer Vorfahr, so dachte man früher, bewegte sich auf dem Boden im Knöchelgang (also mit aufgestützten Armen) und hangelte sich in den Bäumen von Ast zu Ast. Die Proportionen von Ardi sprechen indes klar gegen dieses Bild: Sie dürfte bereits auf zwei Beinen gegangen sein, wie ihre Fußknochen zeigen. Auch in den Bäumen war sie keineswegs nach Schimpansenmanier unterwegs, sondern auf allen Vieren entlang großer Äste - Schritt für Schritt, nicht hangelnd.

"Ardipithecus war eine unspezialisierte Art, die sich nicht sehr weit in Richtung Australopithecus entwickelt hat", sagte Tim White von der University of California in Berkeley, dessen Team die Knochen von Ardi entdeckt und ausgegraben hat. "Wenn man sich das Skelett vom Scheitel bis zur Sohle ansieht, dann hat man ein Mosaikwesen vor sich, das weder Schimpanse noch Mensch war." Obwohl bereits zu Boden zweibeinig unterwegs, konnte Ardi beispielsweise noch immer die große Zehe abspreizen. Erst ihre Nachfahren büßten diese Fähigkeit ein.

Wald statt Savanne
Die Savanne, einst das ökologische Sinnbild für die Wiege der Menschheit, wird den Studien zufolge nun einer späteren Evolutionsphase zugerechnet, nämlich der 3,2 Millionen Jahre alten Lucy und ihren Nachfahren.Ardi hingegen dürfte in locker bewaldetem Gebiet gelebt haben. Andere Fossilien zeigen, dass es dort auch Feigen und Zürgelbäume, Papageien und Landschnecken, Hyänen, Bären, Schweine sowie Giraffen, Elefanten und Affen gegeben hat. Dementsprechend abwechslungsreich gestaltete sich der Speiseplan von Ardi, sie war vermutlich ein Allesfresser - wie wir.

Die Form der Schnauze und die flachen Reißzähne deuten überdies auf eine friedliche, kaum aggressive Lebensweise hin, was das Gesamtbild unserer Ahnen durchaus korrigiert. Offenbar waren sie keineswegs so affenartig wie die heutigen Schimpansen, Bonobos und Gorillas, die sich biologisch viel weiter von unserem letzten gemeinsamen Vorfahren entfernt haben als bisher vermutet.

"Licht wird fallen ..."
Man kann den Fund in der Afar-Region auch als Postskriptum zu einem Brief lesen, den Charles Darwin 1857 an Alfred Russel Wallace schrieb: "Sie fragen mich, ob ich auch über den Ursprung des Menschen diskutieren soll. Ich denke, man sollte dieses Thema vermeiden, weil es von so vielen Vorurteilen umgeben ist. Obwohl ich natürlich zugeben muss: Für einen Naturforscher ist es das höchste und interessanteste Problem."

In der zwei Jahre später erschienenen "Origin of Species" widmete Darwin dem Thema konsequenterweise nur einen Satz. Dieser sollte sich jedoch nachdrücklich bestätigen: "Licht wird fallen auf den Ursprung des Menschen und seine Geschichte."

Publikation:
Sonderausgabe Science, Vol 326; 02. Oktober 2009
Doi: 10.1126/Science.1175822

Ansprechpartner:
Dipl.-Geol. Ioannis Giaourtsakis
Department für Geo-und Umweltwissenschaften
Sektion für Paläontologie
Tel.: 089 / 2180 - 2706