Dieser Bericht ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die von EAC Research kürzlich in Hamburg erfasst wurden: Neu errichtete, grenzüberschreitende soziale Netzwerke zwischen Menschen sind Dank der internationalen Migration und des Tourismus’ eines der bemerkenswertesten Besonderheiten der Globalisierung.
Eine der Konsequenzen des vereinfachten Kontaktes zu anderen Ländern sowie die erhöhte internationale Kommunikation sind die vermehrt geschlossenen binationalen Ehen.
Statistiken in Deutschland zeigen z.B., dass seit 1960 jede 25igste Ehe mit einem nicht- deutschen Partner geschlossen wurde. Im Jahre 1995 war jede siebte neu geschlossene Ehe binational (Beck- Gernsheim 1998:154). 2006 ist eine von fünf Ehen in Hamburg kulturübergreifend - EAC Research 2006.
Oftmals werden Paare interkultureller Ehen mit besonderen Schwierigkeiten konfrontiert, die im Vergleich zu lokalen Ehen eine hohe Belastung für die Beziehung bedeuten können. Diese Situation kann zu einem Konflikt führen, insbesondere, wenn Kinder in diese Ehen und Beziehungen involviert sind. Dann führen Stereotypisierung, Rassismus und die Angst vor dem Unbekannten zu vehementen Widerstand. Die folgenden Argumente werden oftmals angeführt, um die Unterschiede und Nicht- Akzeptanz dieser neuen Ehen zu unterstreichen.
Noch immer gehen viele von der falschen Annahme aus, dass gemischten Ehen unweigerlich unbekannte Risiken bevorstehen würden und sie daher zum Scheitern verurteilt seien.Solche Ehen würden von Kommunikationsproblemen und Missverständnissen heimgesucht, die aus kulturellen, sprachlichen, religiösen, rassistischen und geografischen Barrieren herrühren. Des Weiteren bestünde die Gefahr, dass die Kinder in anderen Ländern aufwachsen und es somit zu einem “Verlust” nicht nur des Kindes sondern auch der Kindeskinder käme und das Kind sich eines Tages entscheiden müsse, welche Kultur es akzeptiere.
Dazu kommt unzureichendes Wissen über die Länder, aus denen der Ehepartner kommt. Einige Familien behaupten, dass so die Abstammungslinie unterbrochen oder sogar zerstört würde. “In diesem Fall wird das Argument angeführt, dass das Kind solcher Ehen sich in keinem der beiden Länder der Eltern zu Hause fühlen wird.“ Das letzte Argument ist rassistisch und nicht fundiert. Genau das ist der Punkt, an dem Rassismus zur Stereotypisierung übergeht.
• Personen eines höheren Bildungsstandes lassen sich eher auf interkulturelle Ehen ein.
• Sowohl Männer, wie auch Frauen aus Ausländergruppen mit weniger angesehenem Status aber hoher Bildung tendieren dazu, jemanden mit einem sozial höheren Hintergrund zu heiraten, der weniger gebildet ist.
• Andere ethnische Gruppen und Weiße, die sich auf eine gemischte Ehe einlassen,erreichen einen höheren sozialen und wirtschaftlichen Status
• Die meisten gemischten Ehen werden in gemischten geografischen Gegenden geschlossen.
• Ausländer, die in dem Land geboren wurden tendieren eher dazu sich auf eine interkulturelle Ehe einzulassen, als diejenigen, die in ihrem Land geboren wurden
• Die meisten gemischten Ehen bestehen aus einem einheimischen Partner und einer Person aus einer Minderheitsgruppe.
• Gemischte Partner müssen härter an ihrer Ehe arbeiten.
• Frauen lassen sich häufiger auf kulturübergreifende Ehen ein als Männer
• Gemischten Ehen werden bei Familien mit weisser Hautfarbe weniger akzeptiert: Sie sprechen von "unter dem Stand" heiraten
• Minderheiten machen sich mehr Gedanken über Reaktionen bezüglich gemischter Ehen als Einheimische.
• Partner gemischter Ehen müssen eher neue Strategien entwickeln um mit den Familienmitgliedern in Kontakt zu bleiben und die Familienstruktur aufrecht zu erhalten, sowohl innnerhalb wie auch ausserhalb der Landesgrenzens
Fakten über binationale Partnerschaften:
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Von Professor, Allen Campbell - University of St. Francis, USA
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Von Chris Ezeh - EACN Magazine Publisher 











