Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat die Medien zu mehr Berichterstattung über Entwicklungszusammenarbeit aufgefordert. Mangelnde Medienaufmerksamkeit sei "oft ein Teil des Problems", sagte Niebel am Mittwochabend in Berlin. Bei der Verleihung des Medienpreises Entwicklungspolitik 2009 an sieben Journalisten kritisierte er vor allem den Blick auf Afrika als einseitig. Minister Gerd Niebel (FDP) bei seiner Vereidigung am 28. Oktober. Foto: AFPJeder deutsche Afrikakorrespondent sei im Schnitt für 33 Länder zuständig, erläuterte er. Ein differenziertes Afrikabild könne es so nicht geben. Weiter bemängelte der Minister, die Medien stellten den Kontinent häufig nur schlecht dar und erweckten damit den Eindruck, er könne sich auch nur schlecht entwickeln. "Problemlöser" würden dagegen zu selten zum Thema. Das senke die Bereitschaft der Deutschen, sich für Afrika zu engagieren. Zwar gebe es, meinte der Liberale, in Afrika sicher korrupte Regime, aber eben nicht nur korrupte Regime. Als Beispiel verwies er auf beispielhafte Entwicklungen in Mosambik, Ghana und Tansania. Der diesjährige Medienpreis Entwicklungspolitik ging an Hartmut Idzko, Navid Kermani, Thomas Kruchem, Michael Netzhammer, Achim Nuhr, Tobias Schwab und Renate Werner. Niebel dankte für ihre Arbeit. Sie eröffne Einblicke in die Zusammenhänge der globalisierten Welt. Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Preis wird vom Bundespräsidenten und dem Entwicklungsministerium ausgeschrieben. Er wurde zum 34. Mal vergeben.
Auch Bundespräsident Horst Köhler hob in einem schriftlichen Grußwort die Rolle entwicklungspolitisch engagierter Journalisten hervor. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigten der Öffentlichkeit "Dinge, über denen ein Mantel des Schweigens liegt. Solche Berichterstattung sei dringend notwendig.
Der Hauptpreis in der Kategorie Print ging an Michael Netzhammer für den Artikel "So kocht die Welt", erschienen in der Zeitschrift "Brand Eins". Er schildert die Gesundheitsgefährdung von Frauen beim Kochen an traditionellen Feuerstellen. Die Jury ehrte zudem Tobias Schwab für einen Artikel "Was Moses von der Milch bleibt" in der "Frankfurter Rundschau".
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Der aus Angola stammende Zeca Schall macht in Thüringen Wahlkampf für die CDU. Nach Drohungen der NPD schützt ihn nun die Polizei Zeca Schall ist Integrationsbeauftragter der CDU-Thüringen. Auf Plakaten wirbt er neben Thüringens Ministerpräsident Althaus für CDU-Stimmen bei der Landtagswahl am 30. August. Nach Drohungen der rechtsextremen NPD steht der gebürtige Angolaner nun unter Polizeischutz. Dies teilte die Polizeidirektion Suhl mit.
EU: Diskriminierung von Minderheiten Migranten und Angehörige ethnischer Minderheiten werden stärker diskriminiert, als bislang angenommen. Dies geht aus einer Studie der EU-Agentur für Grundrechte (Fundamental Rights Agency, FRA) hervor. Vor allem Angehörige der Roma sowie Migranten aus Afrika sind von Diskriminierung in zahlreichen Lebensbereichen betroffen.Die in Wien ansässige EU-Agentur für Grundrechte stellte am 22. April 2009 erste Ergebnisse ihrer Studie EU-MIDIS (European Union Minorities and Discrimination Survey) vor. Demnach spiegeln die amtlichen Statistiken nur einen Bruchteil der tatsächlichen Fälle von Diskriminierung wider.
Von Professor, Allen Campbell - University of St. Francis, USA
Von Professor, Allen Campbell - University of St. Francis USA
Dieser Bericht ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die von EAC Research kürzlich in Hamburg erfasst wurden: Neu errichtete, grenzüberschreitende soziale Netzwerke zwischen Menschen sind Dank der internationalen Migration und des Tourismus’ eines der bemerkenswertesten Besonderheiten der Globalisierung. Eine der Konsequenzen des vereinfachten Kontaktes zu anderen Ländern sowie die erhöhte internationale Kommunikation sind die vermehrt geschlossenen binationalen Ehen. Statistiken in Deutschland zeigen z.B., dass seit 1960 jede 25igste Ehe mit einem nicht- deutschen Partner geschlossen wurde. Im Jahre 1995 war jede siebte neu geschlossene Ehe binational (Beck- Gernsheim 1998:154). 2006 ist eine von fünf Ehen in Hamburg kulturübergreifend - EAC Research 2006.
Von Chris Ezeh - EACN Magazine Publisher










